Erfahrungsbericht

Rückführung in frühere Leben

Ich darf heute meine Erfahrungen meiner Rückführungssitzung berichten. Dabei habe ich eher Stichpunktartig alle Erlebnisse notiert, die ich wahrnehmen und an mich erinnern konnte.

Nach einem ausführlichen Vorgespräch, darüber wieso ich eine Rückführung machen möchte und was meine Themen sind, ging es direkt los. In Trance fuhr ich mit einer Art Aufzug, eher Paternoster immer tiefer. Ich steige in meinem ersten Vorleben aus. Ich bin 17 Jahre alt, heiße Lara und heirate. Es sind viele Leute auf der Hochzeit. Mein Mann heißt Pjotr. Ich habe ein weißes Brautkleid an, Pjotr eine Uniform. Wir sind wohlhabend und lieben uns. Er ist dann weg, ich bin 22 Jahre, viel allein, nur Gesinde ist im Haus. Ich stehe in einem großen Zimmer. Wenig Möbel, nur 2 Stühle mit Armlehnen und Polster an einem kleinen Tisch. Drei große Fenster, man sieht in einen Garten, Rosen blühen rosafarben, in der Mitte ein runder Springbrunnen. Man kann nicht rausgehen. Im nächsten Zimmer steht ein großer Schreibtisch, dunkel mit Tintenfass drauf. Keine Jahreszahl erkennbar, keine Bilder an der Wand. Ich gehe in mein Zimmer, durch eine große Halle mit dunkler Wendeltreppe aus Holz. Oben ist eine Galerie, von der Türen abgehen. Die erste ist Pjotr’s Zimmer, dann das Gästezimmer, es ist leer, dann meines. Es steht ein großes Bett drin, ein Frisiertisch mit Spiegel mit Hocker. Holzboden mit weichem Teppich. Ein Fenster mit Blick auf den Garten. Weiter weg rechts vom Garten ein Fluss, mit Namen Newa. Pjotr ist wieder da. Er ist verwundet und stirbt. Ich bleibe allein bis 29. Dann sterbe ich, kinderlos, allein.

Ich fahre ins nächste Leben mit dem Paternoster. Ich heiße Kunigunde, bin 21 Jahre alt. Ich reite auf einem braunen Pferd neben meinem Mann Karl, mit braunem Pferd, und vielen Männern auf unsere Burg. Die Zugbrücke ist runtergelassen, und auf einem Steinpfosten steht die Zahl 1251. Im Hof stehen die Stallburschen und nehmen die Pferde mit in die Ställe, die ringsum im Hof sind. Sie tragen enge Hosen und kurze Westen. In der großen Halle erwartet uns das Hausgesinde. Es gibt Wein und Essen, alle sitzen mit uns an langen Tischen. Wir lieben uns, aber ich bleibe kinderlos. Ich werde verstoßen, Karl heiratet wieder und hat dann Kinder. Ich muss zu meinen Eltern zurück. Mein Vater ist Krämer. Ich helfe meiner Mutter im Haus. Dort lebt auch mein Bruder Klaus mit seiner Tochter. Sie schläft mit mir in einem Zimmer. Wir werden alle krank. Ich sterbe an Cholera, allein, mit 27 Jahren.

Ich fahre mit dem Paternoster ins nächste Leben. Ich bin 17, heiße Maria. Ich bin Nonne in einem Kloster. Ich wurde als Baby von meiner Mutter dort vor der Tür abgelegt. Ricardis nimmt sich meiner an. Ich arbeite in der Küche und im Garten. Wir werden überfallen, ich verstecke mich im Schuppen. Ich beiße mir in die Hand. Ich höre Schreie. Dann ist alles still. Ich schleiche mich ins Haus. Ich habe Angst, und starkes Herzklopfen. Überall tote Nonnen. Die Männer sind besoffen und schlafen. Ich nehme mir Essen und Trinken mit und will ins nächste Kloster fliehen. Das Essen ist alle, ich habe Hunger. Ich weiß nicht, wo ich bin. Ich höre Stimmen. Ein großer Wagenzug, mit Soldaten, Marketenderinnen und Huren. Ich geh hin und frage nach Essen. Leonie, eine Hure, kümmert sich um mich. Ich muss andere Kleider anziehen. Ich muss meine Nahrung verdienen und werde Hure. Nur stinkende, dreckige Männer, oft betrunken. Ich habe keine Kinder und sterbe mit 39 an einem Fieber. Leonie ist bei mir.

Nachdem ich wieder im Hier und Jetzt war, hatte ich einen schnelleren Herzschlag. Ansonsten ging es mir gut. Es war für mich sehr aufschlussreich und eine wertvolle Erfahrung.

B., 62 Jahre