Meine Gedanken zu

der aktuellen Zeit und den Rauhnächten

Momentan gibt es wahnsinnig viele Themen, denen ich in diesem Format gehört verschaffen könnte. Die Gesellschaft hat viele Baustellen, die uns alle beschäftigen. Dennoch möchte ich diese Zeilen möglichst verdaulich, zur Weihnachtszeit inspirierend und aufbauend und vor allem persönlich gestalten. Daher bin ich einfach nicht dafür geeignet euch etwas über gesellschaftskritische Themen und Politik zu erzählen. Ich kenne mich zu wenig aus und habe auch keine Lust mich auf diese Diskussionen einzulassen oder Trübsal zu blasen. Vielmehr blicke ich lösungsorientiert darauf, was uns TROTZ all dem für wunderbare Möglichkeiten und Themen offenstehen und uns sogar dabei helfen besser mit diesen schwierigen Bedingungen zurecht zu kommen. Da heute am 21. Dezember Wintersonnenwende ist und es eben ein Thema ist mit dem ich mich persönlich gerade beschäftige, nutze ich diese heutige „Post von Claudi“ für das Thema Rauhnächte. Sollte dir dieser Begriff neu sein, möchte ich dich einladen die folgenden Zeilen einfach mal auf dich wirken zu lassen und offen für neue Impulse zu sein. Wenn du bereits vertraut damit bist, sind meine Worte vielleicht eine kleine Motivation (auch) dieses Jahr diese Zeit bewusst zu gestalten und/oder dran zu bleiben. Vielleicht ist es für dich auch einfach interessant, wie ich diese ganz energetische Zeit angehe und wahrnehme.

Rauhnächte werden die Nächte zwischen dem 25.12. und 5.1. bezeichnet. Obwohl unser Sonnenkalender diese Tage aufzeigt, fehlen sie im Mondkalender, weswegen man auch von einer zeitlosen Zeit spricht. Tage welche eigentlich gar nicht existieren. Energetisch sind diese Nächte und Tage etwas ganz besonderes und bieten die Möglichkeit jegliche spirituellen Erfahrungen zu machen. Ohne zu tief in diese Schiene zu gehen, ist es einfach eine gute Zeit zum Reflektieren, das Jahr Revue passieren zu lassen, alte Themen aufzulösen, Menschen zu vergeben und in sich aufzuräumen. Um Altlasten, eigene Schatten und destruktive Glaubenssätze, Verhaltensweisen oder Eigenschaften hinter sich zu lassen, eignen sich bereits die Sperrnächte, welche den Rauhnächten vorweg gehen. Es sind die letzten Tage in denen die Nächte länger werden. Mit der heutigen Wintersonnenwende beginnen die Tage wieder länger zu werden – Das Licht kommt zurück. Daher wollen wir alles Dunkle im alten Jahr lassen, indem wir uns für die Erfahrungen bedanken, die wir dadurch machen durften und uns frei und aufnahmefähig für Neues zu machen – Auf das, was in den Rauhnächten kommen darf.

Jede der 12 Rauhnächten steht für einen Monat des kommenden Jahres. Es gibt die Tradition der 13 Wünsche. Dabei notiert man auf 13 Zetteln je einen Wunsch. Wichtig dabei ist diesen Wunsch positiv und bereits als Eingetroffen zu formulieren. Man schreibe zum Beispiel statt „Im neuen Jahr will ich weniger traurig sein“ lieber „Ich bin fröhlich und dankbar“. Auf diese Weise hat der Wunsch viel mehr Energie und Kraft. Um diese Wünsche zu formulieren bedarf es vorab eben bereits eine Zeit des Reflektierens in denen folgende Fragen behilflich sein können:

  • Was war im vergangenen Jahr besonders fordernd für mich?
  • Was möchte ich im Neuen Jahr weniger spüren?
  • Was oder Wer tat mir weniger gut?
  • Was möchte ich mehr erleben und spüren?
  • Wovon möchte ich mich frei machen?
  • Was brauche ich nicht mehr?

In jeder Nacht (oder am Tag nach der entsprechenden Nacht) zieht man einen Zettel ohne ihn zu lesen und verbrennt diesem über einer Kerze, im Kamin oder einem Lagerfeuer im Freien mit dem Vertrauen, dass dein Wunsch vom Universum erfüllt wird. Der Wunsch, der in der ersten Rauhnacht verbrennt, soll laut Tradition den Januar prägen, der Wunsch in der zweiten Rauhnacht den Februar und so weiter. Der Zettel der nach der zwölften Nacht noch übrig ist, darfst du als Aufgabe fürs neue Jahr mitnehmen und daran arbeiten.

Letztes Jahr habe ich bereits bei der 13-Wünsche Tradition mitgemacht und somit einen seichten aber sehr bewussten und wertvollen ersten Schritt Richtung Rauhnächte für mich gemacht. In diesem Jahr gehe ich etwas tiefer in die Materie, begleite diese Tage mit Heilsteinen und ätherischen Ölen, gehe zur Wintersonnenwende in den Wald, um ein Feuerritual zum Loslassen zu machen und werde ganz aktiv meditieren, um die Energie der Tage wahrzunehmen. Denn man sagt, dass man in dieser Zeit wertvolle Impulse erhalten kann. Träume können Messages erhalten und die Verbindung zu unseren Ahnen ist stärker.

Das ist dir alles zu spirituell und nicht ganz geheuer? Das ist gar nicht schlimm. Viele Begriffe und Methoden, die in den Rauhnächten verwendet werden, waren mir vor einiger Zeit auch noch neu und fühlten sich fremd an. Dennoch war ich inspiriert von der Idee die Neujahrsvorsätze, die wir alle so kennen, mal anders zu setzen. Die Idee, das Jahr bewusst und dankbar abzuschließen. Ich fand es spannend zu wissen, dass bereits unsere Vorfahren (welche noch wesentlich mehr mit der Natur verbunden waren) in dieser Zeit des Jahres Winterputz betrieben und Häuser ausgeräuchert haben um böse Geister zu vertreiben und aufzuräumen, um dann in eine harmonische und besinnliche Weihnachtszeit der Stille und Dankbarkeit einzukehren. In unserer modernen Welt wertschätzen und zelebrieren wir das viel zu wenig, sehen die Adventszeit eher als Vorbereitungszeit einer großen Familienfeier in der allerhand eingekauft und gewuselt werden muss. Aufgeräumt wird lediglich im Außen um alles schön für den Besuch zu machen. Selbst die Natur lebt es uns vor. Die Bäume entledigen sich dem alten Blätterdach, pausiert eine Zeit und erblüht dann in neuer Pracht.

Nicht zufällig liegt diese energetische Zeit im Advent. Denn Advent bedeutet eigentlich Ankunft und beschreibt ursprünglich die Ankunft des Herrn. Eine Zeit der Vorfreude und Hoffnung auf eine bessere Zeit. Astrologisch gesehen ist es die Ankunft und Wartezeit auf das Licht, welches nach der Wintersonnenwende zurückkehrt und spirituell steht es für die Ankunft zu dir selbst. Die Zeit in der du dir selbst und deinen Liebsten ganz nah sein darfst, um reflektiert all die oben beschriebenen Prozesse durchzuspielen und dann neue Hoffnung, neue Energie und Gutes zu empfangen. Zeit um in sich anzukommen. Das all die verschiedenen Herangehensweisen und Quellen für eine wichtige Bedeutung dieser Adventzeit sprechen, ließ mich an dessen Wirkung und Magie glauben.

Kommen wir nun doch auf die aktuellen gesellschaftlichen Themen zu sprechen. Bist du es nicht auch mittlerweile leid was wir alles ertragen müssen? Wie die Menschen miteinander umgehen und wie viel Hass statt Liebe in der Gesellschaft herrscht? Die letzten Jahre haben uns alle sehr gefordert und zwingen die Menschheit etwas zu verändern. Im Einzelnen konnte ich bei vielen Menschen einen Wandel beobachten. Themen wie Achtsamkeit, Selbstfürsorge, Meditation und Menschlichkeit wurden viel mehr thematisiert und die Leute sind bereit an sich zu arbeiten. Ich blicke daher oft sehr dankbar auf die Zeit des Lockdowns zurück, der diesen Fortschritt bewirkt hat. Gesellschaftlich im kollektiv darf aber noch einiges passieren. Damit dies geschieht, bedarf es wohl noch weitere Herausforderungen. Die Menschen müssen endlich begreifen, dass es so nicht mehr weiter geht. Eine Zeitepoche des Egos und der Macht muss weichen und der Menschlichkeit und dem Kollektiv Platz machen. Was wäre es schön, wenn alle sich nur das Beste für seine Mitmenschen wünschen würde, kein Neid, Hass, Groll, Gier oder Selbstbereicherung existieren würde. Menschen müssen zusammenrücken und als Einheit im Frieden leben. Es klingt aktuell wie ein kindlicher, naiver und unrealistischer Traum, doch vielleicht müssen wir nur mal wieder lernen was es heißt Mensch zu sein und dann ist es gar nicht mehr so fern.

Für folgende Vermutung gibt es bereits seit vielen Monaten aus allen Richtungen Anzeichen und nun ist die Zeit, dass auch ich darüber rede, um euch vorzubereiten. Ich glaube es wird erst nochmal „schlimmer“ bevor es besser wird. Wir haben den Höhepunkt der Herausforderungen noch nicht erreicht. Wie eben beschreiben, müssen wir alle wohl auch erst mal richtig fallen, um dann wieder aufstehen zu können. Bisher wurden wir nur etwas geschubst und aus der Bahn geworfen. Es fehlt der richtige Sturm, der der Ruhe voraus geht. Dabei ist es unsere Aufgabe zusammenzuhalten und nicht die Hoffnung zu verlieren im Wissen, dass alles was kommt FÜR uns ist und seine Richtigkeit hat, damit wir am Ende belohnt werden. Ich liebe den Spruch „Am Ende ist alles gut und wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende“. Keiner weis was da genau auf uns zu kommt, was nötig sein wird und vor allem wie lange es andauern wird bis es wieder „besser“ wird. Dennoch lege ich dir ans Herz, alles was kommt anzunehmen und das Beste daraus zu machen. Bleib dankbar und optimistisch. Gib nicht auf. Lass los was unnötig und blockierend ist. Öffne dich für neue Wege und Herangehensweisen. Es wird nötig sein umzudenken.

Ich hoffe ich habe dir keine Angst gemacht, sondern konnte dich motivieren, dir das Gefühl geben, dass du nicht alleine bist und wir alle gemeinsam gerade geprüft werden. Sei dir bewusst, dass du zu dieser Zeit willentlich inkarniert bist um diese Zeit mitzuerleben. Deine Seele will daran wachsen und Erfahrungen sammeln. Je bewusster du dies erlebst, desto leichter wird es dir fallen. Was dich nicht umbringt, macht dich nur stärker. Wir dürfen die bevorstehenden Feiertage nun ganz dankbar mit unseren Liebsten verbringen, einmal innehalten und neue Energie für das neue Jahr tanken. WIE du das machst und es dir am besten ergeht, weißt du am besten. Sei es dir wert dir jeden Tag etwas Zeit dafür einzuräumen und teile diese Liebe und Energie mit so vielen Menschen wie du kannst.

Ich wünsche dir von Herzen ganz viel Freude, Zuversicht, Liebe, Harmonie und Energie für alles was uns bevorsteht. Genieße die Zeit und hör niemals auf die Veränderung einzuladen – Sie ist die einzige Beständigkeit in unserem Leben.

Fröhliche Weihnachten

Danke das du meine Post liest und mich unterstützt. Du bist Teil meines Jahres 2022.